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ADC-Creatiive-Campus-Research
EIGA
27. August 2026
Creative Campus Research

KI verändert das Berufsbild der Kommunikationsbranche

KI verändert das Berufsbild der Kommunikationsbranche ADC fordert neues Verständnis professioneller Kommunikationskompetenz

Berlin, 27.08.2026 – Ein White Paper des Fachbereichs ADC Forschung & Lehre zeigt, warum die Reform des Kommunikationsdesign-Studiums weit über Hochschulen hinausreicht und weshalb Kommunikationsausbildung und Berufspraxis vor derselben grundlegenden Frage im Medienzeitalter stehen.

KI verändert nicht nur, wie Kommunikation produziert wird. Texte, Bilder, Filme, Websites und Kampagnen können heute schneller, günstiger und mit immer weniger spezialisiertem Produktionswissen hergestellt werden. Damit stellt sich für eine ganze Branche eine grundsätzlichere Frage:

Worin besteht künftig der professionelle Wert von Kommunikationsarbeit?

Agenturen, Designstudios, Freelancer und Marketingabteilungen suchen nach neuen Arbeitsweisen, Strukturen und Geschäftsmodellen. Gleichzeitig stehen Hochschulen vor der Aufgabe, junge Menschen auf Berufe vorzubereiten, deren Werkzeuge und Produktionsbedingungen sich schneller verändern als Studienordnungen.

Nach Auffassung des ADC haben beide Entwicklungen denselben Kern: Professionelle Kommunikation wird noch immer stark über Medien, Disziplinen und Werkzeuge gedacht, obwohl genau diese Grenzen zunehmend verschwimmen.

Der Fachbereich ADC Forschung & Lehre hat deshalb untersucht, wie das Kommunikationsdesign-Studium unter diesen Bedingungen neu gedacht werden muss.

Grundlage des jetzt veröffentlichten White Papers ist eine Umfrage, an der 239 ADC-Mitglieder aus unterschiedlichen Kommunikationsdesign-Disziplinen teilgenommen haben, sowie der Austausch mit Professoren:innen verschiedener Hochschulen.

Die zentrale Konsequenz lautet: weg von Medien und Tools als Ausgangspunkt, hin zu Wirkung, Qualität und professioneller Kommunikationskompetenz.

 

„Wenn heute praktisch jede und jeder Kommunikation produzieren kann, müssen wir genauer erklären können, worin professionelle Kommunikationsleistung besteht“, sagt Richard Jung, Vorstand Forschung & Lehre im ADC. „Das ist längst keine reine Ausbildungsfrage mehr. Es betrifft das Berufsverständnis der gesamten Branche. Und letztlich auch die Frage, wofür unsere Arbeit künftig bezahlt wird.“

Denn wenn Produktionsaufwand durch KI sinkt, kann der Wert professioneller Arbeit nicht allein über Zeit und Herstellung begründet werden. Wichtiger wird die Fähigkeit, Kommunikationsprobleme zu erkennen, Qualität zu beurteilen, unterschiedliche Fachkompetenzen zu verbinden und Kommunikation so zu gestalten, dass sie eine relevante Wirkung erzielt.

Das White Paper versteht sich deshalb nicht als Abschluss einer Hochschuldebatte, sondern als Ausgangspunkt für eine breitere Diskussion zwischen Ausbildung und Berufspraxis:

Was müssen Kommunikationsprofis künftig können und welchen Wert schafft professionelle Kommunikation im KI-Zeitalter?

Das White Paper steht ab sofort kostenlos zum Download hier bereit.

Der ADC lädt Professionals aus Agenturen, Studios, Unternehmen und Hochschulen ausdrücklich dazu ein, sich an der weiteren Diskussion zu beteiligen.