19. Februar 2019

ADC Kopf: Jojo Hicks

Seit Anfang Dezember ist der ADC um ein Mitglied reicher, das mit ordentlich Querdenke und einer guten Portion Humor die Kreativindustrie aufmischt. Die Rede ist von Johannes aka „Jojo“ Hicks. Er steckt beispielsweise hinter dem "Nicht-Doch-Kredit-Song" der Sparkasse. Wir haben für euch dem Mann auf den Zahn gefühlt!

Du bist Kreativer bei Jung von Matt. Bei einem Kreativen wie dir vermutet der Laie einen chaotischen Schreibtisch, den du als wahres Genie dennoch in- und auswendig kennst. Richtig getippt?

Das ist in der Tat so. Meist stapeln sich Ideen und Entwürfe um mich herum oder hängen an der Wand, die dann immer wieder Inspiration für etwas Neues oder Weiterentwicklungen sind. Denn in der Regel ist der Weg zu einer grossen Kampagne kein Sprint der jeden Tag neu beginnt, sondern ein Marathon.

Humor spielt eine zentrale Rolle in deinen Kampagnen. Für die Sparkasse hast du mal einen Senioren über ein Fußballfeld flitzen lassen. Und zwar halbnackt. Kann Humor Marken zum Sympathieträger machen?

Sympathie schaffen Marken für sich, wenn sie den Kunden in irgendeiner Form berühren. Das muss ja nicht immer die Tränendrüse durch einen Weihnachtsfilm sein. Humor funktioniert da genauso gut. Und wenn es dann auch noch eine Marke ist, die eigentlich etwas konservativer wahrgenommen wird und man Menschen überraschen kann, dann schafft das schnell Sympathien.

Gegenfrage: Ist Humor auch eine Gratwanderung?

Ich denke jede Form von kreativer Kommunikation, egal ob lustig oder ernst muss sogar eine Gratwanderung sein.

Sonst wird sie egal und das macht keine Marke der Welt zum Sympathieträger. Allerdings ist es beim Humor so, dass nicht immer alle alles lustig finden werden. Aber wenn die Zielgruppe lachen kann und man einen gesunden moralischen Kompass hat, kann man das entspannt aushalten.

Ich denke jede Form von kreativer Kommunikation, egal ob lustig oder ernst muss sogar eine Gratwanderung sein.

Sparkasse Kampagne - Entscheiden ist einfach

Wir nennen in unserem Manifest ja auch die Verantwortung von Kreativen. Wenn es ernst wird: Gibt es einen Kunden, für den du unter keinen Umständen arbeiten würdest?

Da gäbe es einige. Z.B. Tabakkonzerne oder auch bestimmte Parteien. Aber zum Glück zwingt einen ja auch keiner.

Woher ziehst du Inspiration, wenn nicht aus der Werbung? Was war zuletzt dein Gedankenkatalysator?

Es fällt mir schwer inhaltliche Inspiration aus der Werbung zu ziehen. Dafür ist der Alltag, ein lustiges Gespräch in der Bar oder Kunst viel interessanter.

Was aber gute Werbung immer wieder schafft, ist es einen zu motivieren es genauso gut zu machen.

 

Bleiben wir beim Stichwort Inspiration / von anderen lernen: Wie sah deine Customer Journey zum ADC aus?

Der ADC begleitet mich schon meine ganze Karriere in Form von tollen Mentoren und Kollegen aber auch als Messlatte für die tägliche Arbeit. Ein Mitglied des Clubs zu sein war deshalb schon immer ein Ziel.

 Was ist dein (kreatives) Credo?

 Hab Spass an dem was du tust.

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