©DMXCO/Koelnmesse GmbH
16. Februar 2021

„Warum zum Mond fliegen, wenn man auch zum Mars kommt?“

Er ist Gründer, Investor, Professor für Marketing Technology, Digital Marketing & New Digital Business, Chief Advisor und Boardmember der Marketingplattform DMEXCO – aber vor allem eines: Optimist. Im neuen ADC Seminar „Challenging Times“ wird Prof. Dominik Matyka am 4. März das Geheimnis seines Erfolges und Durchhaltevermögens mit euch teilen. Wir haben vorab mit dem Tausendsassa gesprochen.

Dominik, es heißt, du seist sehr direkt, doch stets fair und konstruktiv. Warum hat sich das bewährt?

Das spart Zeit, auf beiden Seiten. Diplomatie ist zwar wichtig, leider aber oft zu langsam. Reibung setzt einerseits Energie frei, zu viel Reibung kostet jedoch Kraft. Ich bemühe mich jeden Tag aufs Neue, Maß und Mitte zu halten.

Du hast in deiner Karriere einigen innovativen Startups auf die Beine geholfen. Was können wir von deinem Unternehmergeist lernen?

Fast jeder Gründer lernt: Scheitern gehört zum Unternehmertum. Die eigentliche Tugend besteht darin, nicht aufzugeben. Zu lernen, wieder aufzustehen und das Gelernte schnell umzusetzen, Das macht Unternehmer aus. Und: Erfolgreiche Unternehmer dürfen nicht zu klein denken. Warum zum Mond fliegen, wenn man auch zum Mars kommt.

Die DMEXCO hat schnell auf die neuen Gegebenheiten reagiert und im vergangenen Jahr ein umfangreiches, digitales Messekonzept auf die Beine gestellt. Was war die größte Herausforderung?

Es gab nicht eine zentrale Herausforderung. Es gab Dutzende davon. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von Besuchern und Ausstellern innerhalb bestimmter technischer Rahmenbedingungen und unter maximalem Zeitdruck umzusetzen, das war ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir haben ihn als Team gemeistert, unfassbar viel gelernt und damals auch eine Benchmark für digitale Events gesetzt. Aber: Der Markt entwickelt sich weiter und wir uns auch.

Brauchen wir mehr Wagemut? Ist die deutsche Kreativwirtschaft zu ängstlich?

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, soll Albert Einstein mal gesagt haben. Auf die heutige Zeit übertragen, bedeutet das: Unser Wissensniveau verändert sich ständig. Kreativ sein bedeutet für mich, immer wieder Neues auszuprobieren. Nimm Clubhouse als Beispiel: Statt damit zu spielen, Erfahrungen zu sammeln und neue Formate zu entwickeln, regen wir uns darüber auf, dass Clubhouse nicht DSGVO-konform ist.

Wie wäre es mit ein bisschen mehr Riskofreude! Ausprobieren statt aufregen. Frei nach dem TOTE-Modell: Test. Operate. Test. Exit. Machen, lernen, besser machen. Ich persönlich halte es mit Mark Twain: „Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.“

 

Im dreistündigen ADC Teaser Seminar „Challenging Times“ könnt ihr Prof. Dominik Matyka am 4. März ab 15 Uhr live erleben – und weitere spannende Coaches und Speaker*innen noch dazu! Jetzt hier anmelden.

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