Editorial Design ist die Konzeption und Gestaltung von Zeitungen und Zeitschriften. Konzeption und Gestaltung bedeutet in diesem Fall nicht nur Form, sondern auch Inhalt. Gemeint ist die gesamte redaktionelle und gestalterische Arbeit, die am Ende ein Produkt entstehen lässt, das den Leser involviert.
Besonders wichtig ist also das Zusammenspiel von Redaktion und Grafik. Denn natürlich entstehen die Inhalte zunächst in der Redaktion. Erst durch die Grafik jedoch werden aus den Inhalten konsumierbare Stücke. Und stark ist, wer dieses Zusammenspiel, dass man unter dem Begriff »Storytelling« zusammenfassen kann, am Besten beherrscht.
Dabei spielen die Medienkanäle keine Rolle. Storytelling ist sowohl im klassischen Print, als auch in den digitalen Medien gefragt. Und wo sich im Print bereits einigermaßen bewährte Routinen entwickelt haben (die jedoch immer wieder auf dem Prüfstand stehen), ist man im Internet noch immer auf der Suche nach der optimalen Darreichungsform.
Storytelling ist also ein medienneutrales Thema und damit interessant für jeden, der sich für Editorial Design interessiert.
Vor dem Hintergrund der Liberalisierung der technischen Mittel, die heutzutage praktisch jede Person, die publizieren möchte, in die Lage versetzt, dies auch zu können (wiederum sowohl im Print, als auch – einfacher und schneller – in den digitalen Medien), spielt Storytelling eine besonders wichtige Rolle. Denn das typografisch und grafisch richtig aufgemachte Stück kann den Unterschied ausmachen gegenüber einer einfach nur hingeschriebenen Geschichte, weil sie sich dem Leser leichter und attraktiver erschließt. Storytelling ist also ein Qualitätsmerkmal, dass für Verlage, die heute um ihre Leser kämpfen müssen, zu einem wesentlichen Mittel geworden ist. Die Mittelbeschaffung indes ist nicht immer einfach.
Denn Storytelling setzt ein tiefes Verständnis des Zusammenspiels von Redaktion und Grafik voraus, wie es in den wenigsten Redaktionen bis heute etabliert ist. Und hierbei geht es keineswegs nur um den schönen Schein, also die oberflächlich schön bebilderte Geschichte. Storytelling setzt bereits an der Idee eines Stückes an und versucht in enger Kooperation, den Inhalt dieses Stückes optimal erschließbar zu machen. Redaktion und Grafik verfolgen von vorn herein eine gemeinsame Idee und steuern jeweils ihre Mittel dazu bei, diese Idee optimal verkaufbar zu machen. Zu oft jedoch ist die Organisation in Redaktionen in dieser Hinsicht noch streng hierarchisch: erst kommen die Inhalte (also die Autoren), dann wird eine Gestaltung dafür gefunden. Dabei gehen viele sinnvolle Synergien verloren. Die Geschichte verliert an Wert.
Genau hier setzt das Seminar »STORYTELLING – Die Kunst, Geschichten zu erzählen« an. Und beweist, dass Qualität dort entsteht, wo Redaktion und Grafik optimal zusammenarbeiten.

Das Seminar ist als Best Practice-Seminar im Face2Face-Format konzipiert; jeweils ein Vertreter aus Redaktion und Grafik stellen ihr Objekt vor und beschreiben, wie Storytelling dort funktioniert. Dabei soll in der Wahl der Paare die ganze Bandbreite des Angebots abgedeckt werden: Print und Digital, Qualität und Boulevard, Zeitung und Magazin.
Seminarziel: Das Seminar soll Brücken bauen und zum besseren gegenseitigen Verständnis von Art Direktion und Redaktion beitragen, die zunächst so unterschiedlich erscheinen und dennoch perfekt harmonieren können.
Zielgruppe: Redakteure und Art Direktoren aus Print- und Online-Medien mit mind. 3-jähriger Berufserfahrung.
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Jürgen Alker
Geschäftsführer Swipe GmbH |
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Tibor Bogun
Art Director ZEIT online |
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Nina Carstens
Art Direktorin Grafikdeerns |
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Haika Hinze
Art Direktorin DIE ZEIT |
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Hans-Peter Junker
Chefredakteur View |
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Stefan Kiefer
Ressortleiter Titelbild (2001-2012) Der Spiegel |
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Kathrin Kosaca
Artdirektion View |
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Tanja Leirich
Art Direktorin Grafikdeerns |
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Dirk Linke
Creative Director, Inhaber ringzwei Dirk Linke |
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Birgit Müller
Chefredakteurin Hinz und Kunzt |
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Martin Oberhäuser
Gründer oberhaeuser.info |
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Peter Würth
Chefredakteur Gaggenau new spaces |
11:00 – 11:30
Begrüssung
Seminarleiter Johannes Erler begrüßt die Teilnehmer und führt in das Seminar ein.
11:30 – 12:30
Stefan Kiefer
Storytelling im Bereich Wochenzeitschrift - Die Entstehung eines Titelbildes
12:30 – 13:30
Mittagspause
13:30 – 14:45
Martin Oberhäuser
Infografik
14:45 – 15:30
Kaffeepause
15:30 – 17:00
Birgit Müller, Tanja Leirich & Nina Carstens
Storytelling im Non-Profit-Bereich am Beispiel der Hamburger Obdachlosen-Zeitung "Hinz & Kunzt"
17:15 – 18:45
Kathrin Kosaca & Hans-Peter Junker
Storytelling im Bereich Monatsmagazin am Beispiel "View"
18:45 – 20:00
Ausklang
10:00 – 10:15
Anmoderation Tag 2
10:15 – 11:45
Dirk Linke & Peter Würth
Storytelling im Corporate Publishing Bereich am Beispiel "Gaggenau new spaces"
12:00 – 13:30
Haika Hinze & Tibor Bogun
Vergleich der Arbeitsmethoden von ZEIT und ZEIT online
13:30 – 14:30
Mittagspause
14:30 – 16:30
Jürgen Alker
Storytelling in digitalen Medien (unter anderem BMW Magazin)
16:30 – 17:30
Abschluss
Zusammenfassung und Verabschiedung
















