DIE ADC CHRONIK

Der Art Directors Club für Deutschland wird am 3. April nach der Idee von Hubert Troost und der Initiative von Gunter Ott in Düsseldorf gegründet. Die erste Jury tagt im Dezember unter dem Vorsitz von Gunter Ott, dem ersten Präsidenten. Der ADC hat 27 Mitglieder.

Das erste ADC Annual erscheint. Vilim Vasata hat es gestaltet. Die ersten Goldmedaillen für Mimosept, Krawattenmuffel, Sanfor, Braun. Diskutiert wird die Frage: Können Texter ordentliche ADC Mitglieder werden? Der Blick zum Vorbild in New York gibt die Antwort: Ja.

Howard L. Gossage spricht vor dem ADC. Max Bense hält ein Seminar über Kommunikationsforschung und Werbung. Gunter Ott gestaltet das Buch. Gold für Atlas-Filmverleih. Harald Winter wird Präsident.

Derek Birdsall zeigt Dias über englisches Zeitschriften-Layout vor 200 Gästen aus der Wirtschaft, Werbung und Verlagen in Hamburg. Harald Winter präsentiert das dritte ADC Buch. Gold für Bundesbahn, Lufthansa International und für das Buch des Jugenddienst-Verlages „Anders als bei Schmetterlingen“.

Das ADC Buch erscheint jetzt in Fusion mit Econ's Jahrbuch der Werbung. Der ADC vergibt mehrere Awards und einmal Gold. Für o.b.

Der ADC veranstaltet einen Nachwuchswettbewerb mit Anzeigen in „Spiegel“ und „twen“. Ein Infoheft erscheint mit Kommentaren zu den interessantesten nationalen und internationalen Kampagnen. Die Jury vergibt Gold an das Waschmittel Fakt. Ferner liefen VW, Chiquita, C&A, Die deutschen Bullen, F.D.P., Bundesbahn, Mercedes.

Der ADC gibt sich eine Satzung. Alle Mitglieder erhalten eine Sammlung beispielhafter TZ-Anzeigen, publiziert von der „Rheinischen Post“. Diskutiert wird die Idee, eine Werbefachschule in Düsseldorf zu gründen. Das Projekt wird überholt durch die schnelle Entwicklung der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen.

ADC Mitglieder gestalten eine Anzeigen-Kampagne für den deutschen Zeitschriftenverleger-Verband. 13 Anzeigen erscheinen. Zum ersten Mal: „Faces“, eine Veranstaltungsserie des ADC. Vor 300 Gästen aus Werbung und Industrie zeichnen 11 Agenturen ihr Unternehmens-Profil. Im ADC sind so viele Nicht-Artdirektoren, dass er sich umtauft in Conceptors Club.

Willy Fleckhaus wird Präsident. Der Club tauft sich wieder um in ADC. Die prämierten Arbeiten erscheinen als Sonderdruck in „w&v“. Willy Fleckhaus stellt Gabriele Henkel und Thilo Koch als Schirmherren vor.

Faces 2: Die Chefredakteure von „Bunte“, „Zeit“, „Jasmin“, „Playboy“, „Quick“, „Stern“, „Capital“, „Konkret“, „Hörzu“, „Pardon“ und „Zeitmagazin“ referieren über Programme und Projekte ihrer Zeitschriften. Willy Fleckhaus wird wiedergewählt.

Faces 3: Nach Agenturen und Medien sind jetzt die Kunden dran. Unter der Leitung von Johannes Gross von „Capital“ diskutieren Herr Kaffee HAG (Dir. Kurt Kauler), Herr Ernte 23 (Dr. R. Liertz), Herr Persil (Dr. H. Sihler), Herr Industrie (Dr. R. Altmann), Herr WestLB (Dir. W. Burda) und Herr Verbraucher (Klaus Wieken). Das Ausleseverfahren der Einsendungen wird gesäubert und verschärft. Einsendegebühren werden eingeführt. Und die geheime Abstimmung bei Juryentscheidungen. Im Juli geht das Amt des Präsidenten an Reinhart Wolf über.

Zum ersten Mal wird geheim juriert. In drei getrennten Kategorien: Print. TV. Editorial. Und mit Kunden als stimmberechtigten Gästen. Im November entscheidet die Hauptversammlung: In Zukunft wieder ohne Kunden-Gäste. Reinhart Wolf bleibt Präsident. Das Buch „Klassiker der Werbung“ scheitert an zu hohen Litho-Kosten.

Neben dem ADC-Annual erscheint „Die Klassiker der Werbung“ nun doch, s/w, auf Rotationspapier in Form einer Zeitung. (Gleichzeitig als Katalog für die Ausstellung im Kölner Kunstverein: 10 Jahre Werbung). Der Club hat 110 Mitglieder.

Vilim Vasata wird Präsident. Um die steigende Medaillenflut zu dämmen, bewertet die Jury zum ersten Mal eine neue Kategorie, bei der es um Anerkennung und Würdigung geht, statt um Gold: Evergreens. Das sind Kampagnen, die Jahr für Jahr für den gleichen Kunden, zum gleichen Produkt, im gleichen Look Aussagen und Themen variieren, dabei immer wieder neue Ideen generieren.

Die Preisverleihung im Hamburger Congress Centrum sollte eine große Show werden. Sie wird zum technischen Desaster. Tröstlich die Worte Bill Bernbachs: „Sie haben meinen guten Glauben bestätigt, dass niemand sorgfältiger ist als die Deutschen. Wenn sie einen Fehler machen, machen sie ihn gründlich.“

ADC Gründer Hubert Troost wird erstes Ehrenmitglied. Vilim Vasata übergibt das Amt des Präsidenten an Horst Thomé. die Dauerdiskussion pro und Kontra Bewertungssystem durch Fach-Jurys, die Dauerkritik von innen und außen („Selbstbedienungsladen für Agenturen und ihre Vertreter“) erreichen wieder einen Höhepunkt.

Nach einem Dissens über Jurierungsmodalitäten legt Horst Thomé sein Amt nieder. Die Jahreshauptversammlung wählt Othmar Severin zum neuen Präsidenten und beschließt, künftig in streng demokratischer Form zu jurieren. Die Jury, das sind alle. Der ADC hat 157 Mitglieder. Und noch eine Neuerung: Der ADC ehrt Persönlichkeiten, die  mit ihrer herausragenden Arbeit kreative Maßstäbe gesetzt haben und zum Vorbild geworden sind. Der Verein beschließt, in Zukunft jedes Jahr einen besonderen Kreativen zu ehren und wählt Loriot zum ADC Ehrenmitglied.

103 ADC Mitglieder treffen sich in Berlin und bewerten gemeinsam die Arbeiten aus 12 Kategorien. Die Ergebnisse mit aufgeschlüsselter Stimmenzahl werden per Computerbögen im ADC Annual veröffentlicht. Sie stimmen in der Tendenz mit den Ergebnissen einer Volksabstimmung von 141 Berlinern überein. Tomi Ungerer wird Ehrenmitglied.

Die Vollversammlung beschließt einstimmig, dass die Jurierung der Arbeiten wieder durch alle Mitglieder in geheimer Wahl in Berlin stattfinden soll. 104 von 183 Mitgliedern kommen. Das neue ADC Buch erscheint, wie im Jahr zuvor, auch als Paperback zum Vorzugspreis für Studenten. Ehrenmitglied wird Heinz Edelmann, der auch das kommende Annual gestalten wird.

Berlin 3. Same procedure as last year. Von 184 Mitgliedern kommen 101. Mit einigen diskutiert Carmen Thomas vom WDR über das Selbstverständnis von Werbeleuten. Der Wortlaut der Diskussion wird veröffentlicht. Willy Fleckhaus wird posthum Ehrenmitglied.

Der ADC wird 20, und Berlin bleibt Berlin. 199 Mitglieder zählt der Club, 131 kommen zur Jurierung in die Stadt an der Spree. 400 Gäste und Mitglieder stellen sich bei Schampus und Big Band die Gretchenfrage: Weiter demokratisch jurieren oder zurück zur „Wahl-Jury“?. Erstmals ehrt der Club den „Kunden des Jahres“: Francois Pommerau von der Sopexa. Helmut Newton, gebürtiger Berliner, wird Ehrenmitglied.

Reinhard Siemes, der neue Präsident, schreibt, dass nichts so effizient sei wie kreative Werbung. Erstmals lädt der Club zur Cannes-Rolle ein: In München kommen über 800 Zuschauer. Der Club hat über 200 Mitglieder. Und das Jahrbuch 500 Seiten. Ehrenmitglied wird Rolf Gillhausen, Kunde des Jahres Lutz Grüttke von IBM.

Der ADC feiert im alten Flughafen Tempelhof sein Fest. Nachts um drei warten Hunderte auf die Computerauswertung der Jury-Resultate. Aber die Computer-Leute haben sich verrechnet. Reinhard Siemes übergibt sein Amt an Thorsten Mann. Helmut Maassen von VW/Audi wird Kunde des Jahres, Jean-Paul Goude Ehrenmitglied.

Die Zweifel an der Gesamt-Jury wachsen: Können über 100 ADC Leute über 3.000 eingesandte Arbeiten in so kurzer Zeit sorgfältig jurieren? Diesmal gewinnt nur eine einzige Arbeit Gold: Der Audi-Spot „Skischanze“. Ehrenmitglied wird Karl Gerstner, das erste G in GGK. Kunde des Jahres wird Ludwig Görtz.

Der ADC führt Gruppenjurys ein: 5 Jurys mit je 15 Mitgliedern. Thorsten Mann will nicht mehr Präsident sein. Der Club beschließt, in Zukunft ohne Präsidenten weiterzumachen. Dafür mit 12 aktiven Vorständen. Vorsitzender ist Othmar Severin. Helmut Krone wird Ehrenmitglied, Erco-Chef Klaus-Jürgen Maack zum Kunden des Jahres gewählt.

Der ADC wird 25 Jahre alt. Die Preisverleihung findet in der Berliner „schwangeren Auster“ statt, Michael Conrad hält die Festrede. Die Party steigt feudal mit Canapés und Feuerwerk im Martin-Gropius-Bau. Der 1988 verstorbene Reinhart Wolf erlebt seine Ehrenmitgliedschaft nicht mehr, dafür gibt es gleich zwei Kunden des Jahres, Hans Joachim Richter und Jochen Pläcking von Fiat.

In den 90er Jahren ist alles möglich und ein Kunde wird Ehrenmitglied: Helmut Schmitz, Ex-Werbeleiter von VW, später das zweite S in HSR & S. Zum Ausgleich wird Kunde des Jahres ein Ex-Werber, Rolf Kreiner von McDonald’s. Weitere große Themen des Jahres sind das Fest im „Schultheiß in der Hasenheide“ und die Gründung des ADC of Europe. Der ADC hat 217 Mitglieder.

Ausnahmsweise keine großen Juryänderungen. Dafür ein streitbares Ehrenmitglied, Typograf Günter Gerhard Lange, das sich mit einer flammenden Rede über die Einfallslosigkeit und Konformität der Werbung bedankt. Kunde des Jahres wird Erich Sixt, der einzige Kunde, der einen eigenen Etat für juristische Auseinandersetzungen hat.

Das zweite G der GGK wird Ehrenmitglied: Paul Gredinger. Kunde des Jahres wird Thomas Ganske nicht nur für seine verlegerische Leistung, sondern auch für die vielen ausgezeichneten Kampagnen für Titel wie „Merian“, „Tempo“ oder „Prinz“.

Zum Fast-Dreißigjährigen feiern die Jet-Setter des ADC im Düsseldorfer Flughafen. Ehrenmitglied wird der Illustrator und Plakatkünstler Hans Hillmann, Kunde des Jahres Mustang-Chef Heiner Sefranek.

Der ADC wird 30, der Rahmen festlich: Das Blattgold im Theater des Westens strahlt mit Moderator Gerald Heinemann um die Wette. Eine weitere Ehrung für die GGK: Wolf D. Rogosky wird Ehrenmitglied. Kunde des Jahres wird Bernd Schweitzer von B.A.T. für die Lucky-Strike-Kampagne.

Die ADC Jurys werden verkleinert, ihre Zahl vergrößert, damit mehr Zeit für die Beurteilung der einzelnen Arbeiten bleibt: Es sind nun 10 Jurys mit bis zu 13 Juroren. Ehrenmitglied wird der Fotograf Peter Lindbergh, Kunde des Jahres wird Jochen Pläcking, inzwischen Marketingleiter bei Mercedes-Benz.

Nachdem Walter Lürzer und Michael Conrad vor Jahren aus Protest den Club verlassen haben, werden sie über den Umweg der Ehrenmitgliedschaft wieder hereingeholt. Nach 34 Jahren schafft der Club es, auch einmal eine Frau zu ehren: Jutta Matthiesen, Marketingchefin für Sierra Tequila, wird Kundin des Jahres. 

Die neuen Medien bekommen eine eigene Kategorie und trotzdem wird dem Club Überalterung vorgeworfen. Man nimmt’s gelassen und wählt den emeritierten HdK-Professor Werner Gaede zum Ehrenmitglied und den Türklinkenunternehmer Jürgen W. Braun zum Kunden des Jahres. Die Sektion Berlin/Neue Bundesländer wird gegründet.

Führungswechsel: Carlos Obers wird Vorstandssprecher. Ehrenmitglied wird Braun-Designer Dieter Rams. Kunde des Jahres wird Jan P. Klage von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 

Das alte Jahrtausend wird mit einer rauschenden Galafeier im Theater des Westens verabschiedet. Kunde des Jahres wird Bild-Werbechef Gert Borsum, Ehrenmitglied Konstantin Jacoby.

Der ADC hat 286 Mitglieder. Ein neuer Vorstand nimmt die Arbeit unter dem Motto „Kreativität lohnt sich“ auf. Neuer Sprecher ist Sebastian Turner. Für das Buch wird erstmals ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben. Kunde des Jahres wird Dirk Huefnagels von der HypoVereinsbank, Ehrenmitglied „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein.

Führungswechsel auch in der ADC Geschäftsleitung: Susann Schronen folgt Elly Koszytorz, das ADC Büro wird von Frankfurt nach Berlin verlegt. Ebenfalls neu: Die ADC Lectures für BWL-Studenten, die ADC Visions für den Blick nach vorne, Redner u.a. Luke Sullivan und Peter Saville. Das Ehrenmitglied heißt Othmar Severin. Kunde des Jahres wird Rudolf Toboll für die Astra-Kampagne.

Das neue ADC Buch wirbt für die weichen Werte und ist bauchförmig gestaltet. Ehrenmitglied wird „Titanic“-Gründer Robert Gernhardt. Und zum zweiten Mal in fast 40 Jahren schafft es eine Frau in die Ruhmeshalle des ADC: Die Kundin des Jahres ist Gabriele Handel-Jung von der Bahn. 

Michael Schirner wird Ehrenmitglied und erstmals werden Staatsdiener Kunde des Jahres: Christoph E. Palmer und Michael Hörrmann aus Baden-Württemberg für ihre „Wir können alles. Außer hochdeutsch“-Kampagne. Stuttgart wird die sechste ADC Sektion. Ansonsten steht das Jahr im Zeichen der Nachwuchsförderung. Die Juniorseminare werden erneuert, der Pink Saturday für Studenten gestartet, die erste internationale ADC Ausbildungskonferenz in Hamburg einberufen. Der ADC stellt zum ersten Mal ein Hochschulranking auf, Platz eins belegt die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Neue Wettbewerbskategorien: Kommunikation im Raum und Dialogmarketing.

Kreativität lohnt sich: Der ADC gründet zusammen mit der Steinbeis-Hochschule die internationale Berlin School of Creative Leadership. Ihr Abschluss ist weltweit einzigartig: ein MBA für Kreative in Medien, Werbung, Entertainment und Marketing. Ein weiteres Geburtstagsgeschenk kommt von Kurt Weidemann, der nach 40 Jahren das von Vilim Vasata entworfene ADC Logo überarbeitet. Michael Preiswerk löst Sebastian Turner als ADC Vorstandssprecher ab. ADC Ehrenmitglied wird Armin Maiwald, Jürgen Schröcker von Hornbach wird ADC Kunde des Jahres.

Der ADC baut seine Kompetenz in den nicht-klassischen Kreativdisziplinen aus. Der Großteil der neu aufgenommenen Mitglieder kommt aus den neueren Kommunikationsbereichen. Stark ausgebaut wurde das Seminarwesen für den Kreativnachwuchs, die vom ADC initiierte "Praktikanten-Garantie" soll Praktikanten in Agenturen einen Mindeststandard garantieren und findet ein großes Echo. Prof. Kurt Weidemann wird ADC Ehrenmitglied, der ADC Kunde des Jahres heißt Jochen Zeitz (Puma)

Unter dem Schlagwort "Das kreative Deutschland" wird der ADC künftig seine Aktivitäten für mehr kreative Exzellenz bündeln. Michael Preiswerk wird für eine zweite Amtszeit als ADC Vorstandssprecher bestätigt, und der Club hat mittlerweile über 450 Mitglieder. Das ehemalige ADC MItglied Jean-Remy von Matt wird zum Ehrenmitglied ernannt, Lutz Kothe von VW darf sich über den Titel ADC Kunde des Jahres freuen. Die Titelträger werden erstmals auf einer eigenen Galaveranstaltung geehrt.

Der Mehrwert von Kreativität soll verstärkt auch an Kunden, Unternehmen und Marken herangetragen werden. Dazu werden zwei Großprojekte verabschiedet, die in den kommenden Jahren vorangetrieben werden sollen: Das "ADC Festival", das neben dem Wettbewerb auch einen Kongress beinhaltet sowie das Seminarwesen. Auf der 2. ADC Night of Honour werden Michael Ballhaus als ADC Ehrenmitglied und Oliver Engels (Dove) als Kunde des Jahres ausgezeichnet. Erstmals wird auch ein ADC Mitglied für sein Lebenswerk ausgezeichnet: Norbert Herold.

Der ADC veranstaltet erstmals ein eigenständiges Festival, den "ADC Gipfel der Kreativität". Auf dem Kongress treten Größen wie Karl Lagerfeld und Jonathan Meese auf, die Preisverleihung in den Berliner Premiumhallen bildet den krönenden Abschluss des kreativen Branchentreffens. Im Herbst folgt das 2. ADC Highlight des Jahres: der 1. ADC Brands and Ideas Congress, der die Zukunft der Marke im digitalen Zeitalter beleuchtet. Amir Kassaei beerbt Michael Preiswerk als ADC Vorstandssprecher und setzt auf den "Club der Innovationen". Rolf Fehbaum (Vitra) wird zum ADC Kunden des Jahres gewählt, das ADC Lebenswerk geht an Prof. Thomas Rempen. Und endlich mal wieder eine Frau in der Ehrengalerie: Die Fotografin Ellen von Unwerth wird zum ADC Ehrenmitglied gekürt.

Auch der ADC bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren. Erstmals seit Jahren verzeichnet der Wettbewerb einen Einsenderückgang. Der ADC setzt auf Qualität und zeigt beim ADC Festival im Berliner KOSMOS nur noch die ausgezeichneten Arbeiten. Amir Kassaei tritt nach kurzer Amtszeit zurück, Jochen Rädeker wird als erster nicht-klassischer Werber von den Mitgliedern mit großer Mehrheit zu seinem Nachfolger gewählt. Christoph Schlingensief wird ADC Ehrenmitglied, BIONADE-Geschäftsführer Peter Kowalsky ADC Kunde des Jahres, und Christian von Alvensleben wird mit dem ADC Lebenswerk ausgezeichnet. 

Nach einer Ausschreibung unter deutschen Städten findet das ADC Festival erstmals seit 1994 nicht mehr in Berlin, sondern in Frankfurt/Main statt. Die neue Satzung, nach der neben den sechs Sektionsvorständen nun auch sechs Personen aus den jeweiligen Fachdisziplinen im Vorstand vertreten sind, tritt zum 1.07.2010 in Kraft. Rainer Brandt wird zum ADC Ehrenmitglied gewählt, Yvonne Zimmermann und Marc Weegen zum ADC Kunden des Jahres; Reinhard Siemes wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Und Jochen Rädeker wird als ADC Vorstandssprecher im Amt bestätigt.

Ein ereignisreiches Jahr: Stefan Preussler kommt als Nachfolger auf die langjährige Geschäftsführerin Susann Schronen. Gleichzeitig verabschieden die ADC Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung eine neue Vereinsstruktur: die frühere Geschäftsführung wird zum geschäftsführenden Vorstand, der ehemalige 12-köpfige Vorstand wird zum impulsgebenden Präsidium.

Nach drei Jahren Frankfurt und einem dritten großartigen ADC Festival in der Main-Metropole wird der Austragungsort für 2014 neu ausgeschrieben - und Hamburg erhält den Zuschlag. 2013 zieht das Festival an die Alster. Dr. Stephan Vogel wird mit großer Mehrheit zum neuen Präsidiumssprecher gewählt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Club wieder stärker als kreative Instanz zu etablieren.

Zum ersten ADC Festival in Hamburg ruft der ADC die Republik Neuland aus - der erste Staat, der von Ideen regiert wird. Mit 13.000 Besuchern ist das Festival ein voller Erfolg. ADC Ehrenmitglied 2013 ist der Journalist Martin Sonneborn. Die Auszeichnung für das Lebenswerk erhält ADC Gründungsmitglied Vilim Vasata. Zum ADC Kunden des Jahres 2013 haben die ADC Mitglieder Jürg Knoll, Geschäftsführer von followfish, gewählt.

 

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